Perlen Lexikon

Mabeperlen - Zuchtblisterperlen

Als Erfinder der Mabeperlen gelten die Chinesen, die weit vor Mikimoto Mabeperlen züchteten. Mikimoto hielt sich später an die Methode der Chinesen bei seiner Zucht. Grosse Halbperlen (Mabeperlen) wurden in den fünfziger Jahren zum Begriff in unserer Zeit, man spricht auch von Zuchtblisterperlen.

Mabeperlen werden in Japan in der Muschel „Pferia penquin“ gezüchtet die im Spachgebrauch der Japaner auch „Mabe gai“ genannt wurde. Von der Japanischen Bezeichnung der Muschel ist dann auch die Bezeichnung „Mabeperlen“ abgeleitet worden. Die Muschel selber hat eine flügelähnliche Form.

Zur Zucht werden 3 Jahre alte Muscheln verwendet. Es werden je Schale ein halbrunder Kern auf das innen liegende Perlmutt geklebt. Der Kern kann verschiedene Formen haben. Dieser Kern wird dann vom Perlmutt eingeschlossen. Das Perlmutt der „Pferia penquin“ hat ein starkes irisieren im hellrosa, bläulichrosa, dunkelrosa und grün. Die Wachstumszeit der Perlen beträgt etwa 2-3 Jahre und nach einem Jahr ist die Schichtdicke bereit auf 1 mm angewachsen. Nach der ernte werden die Perlen aus der Schale ausgestanzt, der Kern entnommen, die Halbschale mit Harz ausgefüllt und mit einer Perlmuttplatte verschlossen. Eine andere Verarbeitungsmethode ist das Anbieten der Perlen mit dem Stück Schale der Muschel. Dies werden im englischen als „Blister- Mabes“ bezeichnet.

Ein weiteres bedeutendes Zuchtgebiet für Mabeperlen ist Australien. Dort werden Mabeperlen in der „Pinctada Maxima“ gezüchtet, die auch zur Zucht von Südseeperlen verwendet wird. Und wie die Südseeperlen werden die Mabeperlen in den gleichen Gebieten gezüchtet und haben ähnliche Farbmerkmale wie die Südseeperlen.

Als Zuchtgebiet muss ebenso Französisch-Polynesien erwähnt werden. Dort werden die Mabeperlen in der Muschel „Pinctada margaritifera cumingii“ gezüchtet nachdem sie zur Zucht von runden Perlen verwendet wurden. Die Farbeigenschaften gleichen dann auch denen der Tahitiperlen.


Die Bewertung der Mabeperlen erfolgt nach ähnlichen Kriterien wie sie bei runden Zuchtperlen angewendet werden.
  • Ein wesentliches Kriterium ist die Schalendicke die entscheidend ist für Lebensdauer und Empfindlichkeit der Mabeperlen. Die Mabeperlen aus der japanischen Muschel „Pferia penquin“ weisen hier die höchsten Schichtdicken auf und sind somit als wertvoller einzustufen.
  • Mabeperlen erreichen eine Grösse von durchschnittlichen 15-20 mm, können sich aber in dem Bereich von 12-25 mm bewegen.
  • Bei der Farbe der Mabeperlen haben natürliche Farbtöne eine höheren Stellenwert. Es existiert aber eine sehr hohe Farbvielfalt. Die Farben sind abhängig von der Muschel in der sie gezüchtete wurden. So weisen Mabeperlen aus der „Pferia penquin“ goldene und silberene Farben mit metallischen Ton und starkem irisieren auf. Mabeperlen aus der „Pinctada Maxima“ sind weis bis silber oder golden. Mabeperlen aus der „Pinctada margaritifera cumingii“ haben graue und Schwarze Töne mit verschiedenen Übertönen.
    Weitere Farbtöne können unterstrichen bzw. sogar erzeugt werden mit dem Auftragen eines Lackes auf die Innenseite der Halbperlen, bevor sie mit Harz ausgegossen werden.
  • Die Form der Mabeperlen kann je nach Kern variieren, dennoch sind runde Formen die wertvolleren, gefolgt von Tropfen oder Herzformen.
  • Auf Grund der recht dicken Schicht der Mabeperlen ist ihr Lüster im allgemeinen immer gut bis sehr gut.
  • Die Oberfläche ist ebenfalls meistens glatt bis makellos.



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