Als Naturperlen werden Perlen bezeichnet, die ohne Einwirkung des Menschen entstehen. Dabei spielt es keine Rolle ob Süsswasserperlen oder Salzwasserperlen.
Bei Naturperlen ist deren Entstehung einem zufälligen Ereignis zu zuschreiben der der Perlmuschel zustösst. Im Gegensatz dazu wird bei Zuchtperlen der perlenbildende Vorgang durch den Menschen angeregt (die Bestückung der Perlmuschel).
Ein zufälliges Ereignis kann die Verletzung der Muschel z.B. durch knappernde Fische sein, das Einspülen von Fremdkörpern die dann die Muschel verletzten. Um eine Perle bilden zu können, ist es jedoch bei der Verletzung wichtig, dass der oberer Mantel der Muschel verletzt wird. Zudem müssen vom oberen Mantel Epithelzellen in das Bindegewebe der Muschel gelangen. Diese Epithelzellen bilden dann einen Perlensack. Im Perlensack erfolgt dann die Perlenbildung. Beim Eindringen eines Fremdkörpers wird er Perlensack um den Fremdkörper herum gebildet, und die entstehende Perle schliesst den Fremdkörper ein. (siehe auch Entstehung und Aufbau von Perlen)
Dieser Vorgang der Perlenbildung wurde erforscht, nachgeahmt und perfektioniert. Das Ergebnis sind die Zuchtperlen. Der Vorgang zur Entstehung von Naturperlen sowie von Zuchtperlen ist der Gleiche nur die Auslöser für diesen Vorgang unterscheiden sich. Man kann Zuchtperlen dennoch als „Echte Perlen“ bezeichnen. Auch Zuchtperlen sind jede für sich ein Unikat, auch wenn die Unterschiede nicht mehr sehr groß sind.
Die Wahrscheinlichkeit der Entstehung einer Naturperle ist wesentlich geringer als bei einer Zuchtperle. Und z.B. bei Salzwasserperlmuscheln werden im Gegensatz zur Zuchtperlmuscheln keine regelmässigen Kerne eingespühlt. Somit ist die Wahrscheinlichkeit runde Naturperlen zu erhalten recht gering. |