Die „Tahitiperlen“ werden auch als „schwarze Perlen“ auf Grund ihrer dunklen Farbe bezeichnet. Aber wirklich schwarze Perlen sind sehr selten, ihre Körperfarbe ist eher grau, silbern oder ins schwarz gehend. Die dunkle Farbe war auch ein Grund warum Tahitiperlen sehr spät bekannt wurden. Man hielt die dunkle Farbe für unecht. Erst eine gezielte angestrengte Vermarktung verhalf den Tahitiperlen zu ihrer jetzigen Beliebtheit. In dieser Zeit wurde auch der Begriff „schwarze Perlen“ geprägt.
Tahitiperlen stammen aus der Perlmuschel „Pinctada margaritifera cumingii“. Die Perlnmuschel kommt hauptsächlich in dem tropischen Bereich des Pazifischen Ozeans vor. Die Perlmuschel wird auch als Schwarzlippe bezeichnet, da der Rand der Muschel dunkel anthrazitfarbig, braun oder schwarz ist. Sie wird ca.5 kg schwer und kann ca. 30cm gross werden. Der Verbreitungsraum der Schwarzlippe befindet sich in den Atollen Französisch Polynesiens. Das Hauptgebiet der Zuchtfarmen ist der Tuamotu – Archipel.
 Perlenmuschel - Pinctada margaritifera
Das Bestücken der Perlmuschel erfolgt in der kühleren Jahreszeit. Die Muscheln haben ein Alter von 2 bis 3 Jahren. Die Kerne von der Grösse von 5 – 8 mm ergeben Tahitiperlen in der Grösse von 10 – 12 mm. Etwa nur 30% der bestückten Muscheln sterben nicht ab oder behalten den Kern. Je nach der finanziellen Ausstattung der Perlenfarmen werden enorme Anstrengungen und Mittel eingesetzt um die Muscheln optimal über die Wachstumszeit der Perlen von 1 bis 2 Jahren zu pflegen und zu kontrollieren. Die Perlmuscheln befinden sich während der Wachstumszeit der Tahitiperlen in einer Wassertiefe von 5 – 15 m.
Die Ernte erfolgt in der selben kühlen Jahreszeit wie die Bestückung der Muscheln vorgenommen wurde. Die Erfolgsquote nach der Erstbestückung liegt bei etwa 50 – 60%. Mit viel Erfahrungen und sehr gutem Personal ist eine zweite Bestückung möglich. Dabei sind die Kerne nunmehr von der Grösse von 10 – 11mm, die in den vorhanden Perlsack eingesetzt werden. Mit einer noch geringeren Erfolgsrate können dann Perlen in der Grösse von 13 – 18 mm geerntet werden, wobei Perlen in der Grösse von 18 mm sehr selten sind.
Die Ausfuhr von Perlen auch im privaten Bereich unterliegt einer strengen Kontrolle. So dürfen Tahitiperlen nur der Qualitäten A-D nach dem tahitianischen Bewertungssystems ausgeführt werden. Perlen minderer Qualität müssen vernichtet werden. |